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»Gretchen I Cowboy« - Malerei. Skulptur

LEIPZIG

Claudia Rößger. Jan Thomas

10. März - 27. April 2005

linie

gretchenClaudia Rößgers Bilder sind vom Zusammenspiel unruhiger Linien mit sensibel nuancierten bis kraftvoll durchgearbeiteten Farbfeldern bestimmt. Bildraum und Bildarchitektur werden zunächst durch das Form- und Gewichtsgefüge der souverän gesetzten Farbfelder geordnet. Erst dann deutet die unbemühte Pinselzeichnung lässig Figuren und Gegenstände an. Die scheinbar so spielerisch und wie zufällig auf die Leinwand geratenen Schichten und Ränder verdichten sich nun zu kleinen Poemen. Es sind Poeme der Unzulänglichkeit; denn Claudia Rößgers schemenhafte Heldinnen und Helden sind oft auf eine etwas ungelenke aber sympathische Weise mit sperrigen Utensilien und Gesten beschäftigt. Sie sind, scheint es, in einer Art Suche begriffen; nach den Verbindungen zwischen ‚Ich’ und ‚Welt’.

Jan Thomas verbindet in seinen Arbeiten traditionelle Werte der Holzskulptur mit raumbezogenen Kunstformen. Wildes, Organisch-Abstraktes wird mit figürlich Konkretem verbunden. Tiere oder menschenähnliche Figuren scheinen aus Sciencefiction Epen entsprungen und irritieren durch ihre befremdlichen Körpererweiterungen. In seinen skulpturalen Arrangements wird der Betrachter direkt involviert in eine Atmosphäre zwischen Realität und Fiktion, die auf den ersten Blick eine Aufhebung von Zeit und Geschichte suggeriert.

 


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